Ergotherapie in der Psychiatrie
Ergotherapie ist ein fester Bestandteil aller psychisch/psychosomatischen Behandlungs- und Versorgungsangebote und richtet sich an psychisch/psychosomatisch Kranke verschiedener Altersstufen. Grundsätzlich ist Ergotherapie in der Nachsorgephase, im Anschluss an stationäre Maßnahmen indiziert. Die ambulante Ergotherapie knüpft hier fortsetzend an die stationäre ergotherapeutische Behandlung an. Sie bietet außerdem Möglichkeiten zur Erweiterung der bereits bestehenden therapeutischen Ziele, wie zum Beispiel Selbständigkeit, Teilhabe am Alltag und allgemeine Lebensqualität.
1. Indikation
- endogene Psychosen (Schizophrenie, Depression)
- organische Psychosen (Demenz, Alkohol- und Drogenpsychosen, HOPS)
- Borderline Persönlichkeitsstörungen
- Neurosen und Persönlichkeitsstörungen
- Abhängigkeiten
- psychosomatische Erkrankungen
- sozialer Rückzug
- Antriebshemmung; Unfähigkeit, Entscheidungen treffen zu können
- Merkfähigkeit
- hypochondrische Beschwerden
2. Ergotherapeutische Behandlungsmethoden
- Gedächtnis- und Konzentrationsübungen
- Erwerb von sozialen Kompetenzen
- Verbesserung der Kontakt- und Kommunikationsfähigkeiten
- Förderung der individuellen Wahrnehmungsfähigkeit
- strukturierte handwerkliche Techniken
3. Ergotherapeutische Behandlungsziele
- Angstabbau
- Konfliktmobilisierung
- Einsicht in unbewusste innere Vorgänge
- Verbesserung der Orientierungsleistungen
- Erhalt oder Wiedergewinnung lebenspraktischer Fähigkeiten
- Wiedereingliederung in das soziale Umfeld
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