Ergotherapie Bamberger

Praxis für Ergotherapie Bamberger

Arlette Schmalfeldt
Ried 10
99310 Arnstadt

Telefon: 03628 / 660 880

Ergotherapie in der Psychiatrie:

Ergotherapie ist ein fester Bestandteil aller psychisch/psychosomatischen Behandlungs- und Versorgungsangebote und richtet sich an psychisch/psychosomatisch Kranke und /oder behinderte Menschen verschiedener Altersstufen. So kann Ergotherapie in der Vorsorge bzw. präventiv vom Arzt verordnet werden. Grundsätzlich ist Ergotherapie in der Nachsorgephase, im Anschluß an stationäre Maßnahmen indiziert. Die ambulante Ergotherapie knüpft hier fortsetzend an die stationäre ergotherapeutische Behandlung an. Sie bietet außerdem Möglichkeiten zur Erweiterung der bereits bestehenden therapeutischen Ziele und bewirkt damit einen günstigen prognostischen Verlauf.

 

1. Indikation:

Kinder und Erwachsene 
-    endogene Psychosen ( Schizophrenie, Depression, Manie)

  • organische Psychosen ( Demenz, Alkohol- und Drogenpsychosen, hirnorganisches Psychosyndrom)

  • Borderline Persönlichkeitsstörungen

  • Neurosen und Persönlichkeitsstörungen ( Zwangs- Angstneurosen, neurotische Depression, paranoide Persönlichkeit, Phobien). Denken und Fühlen sind angstbesetzt: Schuldgefühle, Angst vor Versagen und Verarmung

  • Abhängigkeiten ( Alkohol-, Drogen-, Medikamenten- und Spielsucht)

  • psychosomatische Erkrankungen und funktionelle Störungen ( Eßstörungen, Migräne, Schlafstörung)

  • spezifische Störungen des Kindes- und Jugendalters ( Autismus, allgemeine Retardierung)

  • sozialer Rückzug

  • Antriebshemmung; Unfähigkeit, Entscheidungen treffen zu können

ältere Menschen

  • Merkfähigkeit

  • gestörte Orientierung zu Raum, Zeit und zur Person

  • gestörtes Langzeitgedächtnis

  • Verarmung der Sprache

  • Sprachliche, motorische Stereotypie

  • zunehmender Abbau aller hirnorganischen Funktionen

  • Denkhemmungen

  • Antriebshemmungen

  • psychische Labilität

  • hypochondrische Beschwerden

2. Behandlungsziele:

  • Angstabbau

  • Integration der Aggressivität

  • Konfliktmobilisierung

  • Einsicht in (bisher) unbewußte innere Vorgänge

  • Verbesserung der Orientierungsleistungen

  • Erhalt oder Wiedergewinnung lebenspraktischer Fähigkeiten
    (Erhalt der Restfunktionen)

  • wo möglich: Wiedereingliederung in das soziale Umfeld

  • Belastungserprobung

 

3. Behandlungsmethoden:

  • Gedächtnis- und Konzentrationsübungen

  • Erwerb von sozialen Kompetenzen

  • Verbesserung der Kontakt- und Kommunikationsfähigkeiten

  • Förderung der individuellen Wahrnehmungsfähigkeit

  • einfache, strukturierte handwerkliche Techniken

  • lebenspraktisches Training

  • kommunikatives Malen

  • Anknüpfen an lebenspraktische Fähigkeiten

  • Verbesserung von Defiziten im affektiven, kognitiven und sensomotorischen Bereich

 Fallbeispiel 1
Diagnose: chronischer Alkoholismus

Förderung von

  • Selbstwahrnehmung

  • Körperwahrnehmung

  • Selbsteinschätzung

  • Selbstvertrauen

  • Soziale Wahrnehmung und Kontaktfähigkeit

  • Frustrationstoleranz

  • Kreativität

  • Arbeitsfähigkeit

  • Freizeitmöglichkeiten

Inhalte: - gestalterisches Arbeiten mit ausdruckszentrierten Inhalten unter    
               Einsatz von Medien wie Ton, Farben, Pappmache, Speckstein

 

Fallbeispiel 2
-handwerkliches Arbeiten mit Holz, Textilien oder Peddigrohr   
Diagnose: endogene Depression

  • Entlastung

  • Strukturierung

  • Förderung von Motivation und Eigeninitiative

  • Steigerung des Aktivitätsniveaus

  • Förderung des Realitätsbezuges

  • Förderung von Selbstvertrauen und Selbstbewußtsein

 

Inhalte:

- Gestaltung von Collagen zu Themen aus  verschiedenen Materialien,             
             - wie Farben, Naturmaterial, Papier

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Arlette Schmalfeldt
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